Loewe gut ins Jahr 2010 gestartet
Kronach/München, 20. Mai 2010 – „Loewe ist gut ins neue Jahr gestartet. Wir liegen im ersten Quartal bei Umsatz und Ergebnis leicht über den entsprechenden Vorjahreswerten. Unser Unternehmen spürt in diesen Tagen zudem den beginnenden WM-Effekt. Die Fußball-Weltmeisterschaft scheint ihre traditionelle Rolle als Konjunkturlokomotive für unsere Branche auch in diesem Jahr wieder zu erfüllen“, betonte der Vorstandsvorsitzende der Loewe AG, Frieder C. Löhrer, während der Hauptversammlung der Gesellschaft in München.
Im vergangenen Jahr war Loewe entgegen dem Branchentrend mit einem EBIT von 13,5 Mio. Euro (Vorjahr 28,5 Mio. Euro) profitabel. „Wir haben die Turbulenzen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise im Premiummarkt gut bewältigt“, so Löhrer. Dabei ging Marge vor Umsatz. Loewe konnte die Preise in einem von starkem Preisverfall gekennzeichneten Markt nahezu stabil halten. Das ging zu Lasten des Umsatzes, der von 374 Mio. Euro im Vorjahr auf 324 Mio. Euro zurückging. Neben der preisstabilen Vermarktung wurde das Ergebnis vor allem durch den weiterhin hohen Anteil großformatiger TV-Geräte, günstigere Beschaffungskosten und ein relativ starkes Inlandsgeschäft positiv beeinflusst.
Aufgrund der guten Ergebnisentwicklung wird der Hauptversammlung für das abgelaufene Geschäftsjahr 2009 eine Dividendenzahlung in Höhe von 0,25 Euro je Aktie vorgeschlagen, nach 0,50 Euro je Aktie für das Jahr 2008.
Basis des Erfolgs war auch 2009 der konsequente Ausbau der Premiumstrategie. „Loewe ist mehr denn je die europäische Premiummarke der Unterhaltungselektronik. Wir haben dies erreicht mit einer konsequenten Fokussierung des gesamten Unternehmens auf unsere zentralen Markenwerte sinnvolle Innovation, minimalistische Formensprache und exklusive Individualität.“ Gerade mit der neuen High-End-Linie Loewe Reference, die im vergangen Jahr erfolgreich auf den Markt gebracht worden ist, konnte Loewe den Premiumanspruch eindrucksvoll unterstreichen. Loewe Reference wurde mittlerweile mehrfach ausgezeichnet und erzielte zahlreiche Testsiege.
„Wir planen auch im laufenden Jahr ein Feuerwerk an neuen Produkten“, so Frieder C. Löhrer weiter. In diesen Tagen kommt im Vorfeld der Fußball-Weltmeisterschaft die neue Linie Loewe Individual auf den Markt – höchst individuelle Home-Entertainment-Systeme, die in Technik und Design mehr als eine Million unterschiedliche Alternativen eröffnen. Im Herbst werden zwei weitere neue Fernsehgerätelinien folgen.
Der Erwerb der Mehrheitsbeteiligung von Loewe an dem Multimedia-Unternehmen MacroSystem wird in den nächsten Wochen abgeschlossen. „Damit stärken wir unsere Kompetenz bei produktnaher Multimedia-Software und werden auch die Produktion für MacroSystem übernehmen“, betonte Löhrer. MacroSystem hat in den letzten Jahren systematisch das Geschäftsfeld Home Entertainment mit innovativen Produktlösungen insbesondere bei BluRay-/Festplatten-Recordern für digitales Fernsehen aufgebaut. Dieses Know-how wird Loewe insbesondere für sehr leistungsstarke und individualisierbare elektronische Programmführer aber auch für die einfache Bearbeitung und Archivierung von Video-, Audio- und Bilddateien nutzen. Zudem liefert die Plattform die optimale Basis, um das zukünftige Verschmelzen von Internet- und Fernsehanwendungen weiter voranzutreiben. Die Zahlungen für die Mehrheitsbeteiligung an der bisher in Planinsolvenz in Eigenverantwortung befindlichen Gesellschaft werden im niedrigen einstelligen Millionenbereich liegen.
Für das laufende Geschäftsjahr rechnet Loewe mit einem moderaten Umsatzwachstum. Loewe ist mit seinen innovativen Home Entertainment Lösungen sehr gut positioniert und wird im Jahr 2010 in Deutschland das hohe Umsatzniveau wieder erreichen und in den anderen europäischen Kernmärkten profitabele Umsatzzuwächse im zweistelligen Bereich realisieren. Loewe steht als Premiummarke weiterhin für eine konsequente Ergebnisorientierung mit Kostendisziplin sowie wertorientierter Vermarktung und erwartet für das Jahr 2010 ein EBIT auf Vorjahresniveau. Zudem ist das Unternehmen mit seiner sehr soliden Kapitalstruktur und den weitreichenden Finanzierungsvereinbarungen für die Zukunft bestens aufgestellt.